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Musikinstrumente mit mehreren Pfeifen wurden schon vor
Jahrtausenden gespielt. Heut ist der Dudelsack noch das bekannteste davon. Als
Orgel gilt ein derartiges Instrument aber nur dann, wenn der menschliche Atem
zum Anblasen der Pfeifen durch ein künstliches Gebläse ersetzt
ist.
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 Die erste
Orgel in diesem Sinne wurde vom griechischen Gelehrten Ktesibios im 3.
Jahrhundert vor Christus entwickelt. Interessant ist, dass die ersten Orgeln
nicht als Instrumente für religiöse Zwecke in Tempeln gebraucht
wurden, sondern für die Begleitmusik im Theater, in der Arena.
Erst ab dem 9. Jahrhundert entstanden die ersten Kirchenorgeln im christlichen
Europa. Seither wurden die Orgeln ständig weiterentwickelt. Im Zeitalter
des Barocks im 17./18. Jahrhundert erlebte der Orgelbau einen Höhepunkt.
Auch heute gibt es in unserem Land noch Orgeln aus jener Zeit, die durch ein
wunderschönes Klangbild erfreuen. Zahlreiche begnadete Komponisten schufen
überwältigende Kompositionen für Orgeln. Der grösste unter
ihnen war wohl Johann Sebastian Bach, 1685 - 1750.
So ist das Kunsthandwerk des Orgelbauens und des Pfeifenmachens in den
Grundlagen über lange Zeiten gleich geblieben. Eine einzige grössere
Änderung ist zu erwähnen: Bis zum 19. Jahrhundert schuf der
Orgelbauer seine Orgel vollumfänglich selber und stellte insbesondere auch
die benötigten Pfeifen her. Erst mit dem Beginn des Zeitalters der
Industrialisierung trennte sich der Beruf des Pfeifenmachers von dem des
Orgelbauers ab.
Heute ist der Zinnpfeifenmacher, wie der Beruf exakt heisst, ein
selbständiger Beruf und offiziell anerkannt. Orgelbauer und
Zinnpfeifenmacher arbeiten aber naturgemäss eng zusammen und sind
gegenseitig von einander abhängig. |
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